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Finnland: Firmenschließungen überholen Neugründungen – Handel und Industrie am stärksten betroffen

In Finnland ist die Zahl der Firmenschließungen im zweiten Quartal 2026 erneut gestiegen, während immer weniger neue Unternehmen entstehen. Besonders betroffen sind der Handel und die verarbeitende Industrie. Nur in zwei Regionen des Landes überwiegen die Neugründungen noch die Geschäftsaufgaben.
Finnland: Firmenschließungen überholen Neugründungen – Handel und Industrie am stärksten betroffen© Urheberrechtlich geschützt

Zwischen April und Juni 2026 haben in Finnland mehr als 12.000 Unternehmen ihre Tätigkeit eingestellt – rund 1.200 mehr, als im gleichen Zeitraum neu gegründet wurden. Das geht aus Daten des finnischen Statistikamts hervor.

Demnach wurden im zweiten Quartal 2026 insgesamt 10.781 Unternehmen gegründet, während 12.013 Betriebe schlossen. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum sank die Zahl der Neugründungen um 1.600, während die Zahl der Geschäftsaufgaben um 1.200 zunahm. Im Handel und in der verarbeitenden Industrie war die Zahl der vom Markt verschwundenen Unternehmen doppelt so hoch wie die der neu entstandenen.

Die Statistiker verzeichneten in praktisch allen Branchen einen Rückgang bei den Firmengründungen – Ausnahmen bildeten lediglich der Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Immobiliengeschäfte. Am stärksten brach die Zahl der Neugründungen im Bereich Transport und Logistik ein – hier sank die Zahl der neuen Unternehmen im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 um fast ein Drittel.

Den stärksten Rückgang bei Neugründungen gab es in der Region Pirkanmaa; den deutlichsten relativen Anstieg bei den Schließungen verzeichnete Nordsavo. Die einzigen Regionen, in denen mehr Unternehmen gegründet als geschlossen wurden, waren Südkarelien und die Ålandinseln.

Der russische Botschafter in Finnland, Pawel Kusnezow, erklärte, die sozioökonomische Lage in Finnland sei mit der Krise der 1990er Jahre vergleichbar. Der Diplomat wies darauf hin, dass das Wirtschaftswachstum Finnlands in den vergangenen Jahren zum Stillstand gekommen sei und das BIP auf dem Niveau von 2021/2022 stagniere.

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