Liveticker Ukraine-Krieg – Lawrow zu Verhandlungen: Russland hat keine Illusionen

16.09.2026 15:29 Uhr
15:29 Uhr
Lawrow: Russland hegt keine Illusionen zu Ukraine-Verhandlungen
Russland ist für Verhandlungsvorschläge aus Europa im Ukraine-Konflikt offen, hegt aber dazu keine Illusionen, erklärt der russische Außenminister Sergei Lawrow. Im Rahmen des Internationalen Jugendforums in Jekaterinburg führte er aus:
"Wenn jemand aus den europäischen Ländern einen ernsthaften Dialog erneuern will, werden wir uns zuallererst anhören, was sie im Sinne haben und was sie vorschlagen können. Und dann werden wir entscheiden, ob es uns passt oder nicht."
Lawrow schlussfolgerte:
"Wir werden auf Vorschläge warten, doch ich werde vertraulich sagen, dass wir keine Illusionen mehr hegen."
Der Minister betonte dabei, dass sämtliche bisherigen Verhandlungen nicht auf die Initiative Russlands hin unterbrochen wurden:
"Wir haben niemals Verhandlungen abgelehnt. Alle eingeleiteten Verhandlungsprozesse, angefangen vom weißrussisch-türkischen im März/April 2022, bei dem in Istanbul bereits getroffene Vereinbarungen gebrochen wurden, einschließlich der bilateralen russisch-ukrainischen Verhandlungen in Genf und der trilateralen Verhandlungen in Abu Dhabi unter Teilnahme der USA – all diese Verhandlungsprozesse wurden nicht auf unsere Initiative abgebrochen."
14:59 Uhr
Hohe Spritpreise: "Nur Friedensgespräche schaffen Entlastung"

Die Benzinpreise in Deutschland bleiben auf Rekordniveau. Die ADAC-Sprecherin Katharina Luca erklärte, der Preisanstieg sei hauptsächlich auf die Rohölpreise zurückzuführen. Dennoch verteuert sich der Kraftstoff ihrer Aussage nach schneller, als es die objektiven Marktfaktoren erfordern würden. Dies deute auf mögliche Missbräuche bei der Preisgestaltung hin.
Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.
14:27 Uhr
Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums
In seinem täglichen Frontbericht gibt Russlands Verteidigungsministerium die Verluste des ukrainischen Militärs während des vergangenen Tages bekannt.
Der Meldung zufolge verlor Kiew im Zuständigkeitsbereich des russischen Truppenverbands Nord über 220 Soldaten, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos und einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad.
Einheiten des Truppenverbands West verbesserten ihre Frontstellungen, wobei die Ukraine über 210 Kämpfer verlor. Zusätzlich wurden zwölf Autos und zwei Geschütze zerstört.
Auch der Truppenverband Süd bezog günstigere Stellungen. In diesem Bereich beliefen sich die ukrainischen Verluste auf über 155 Soldaten, 20 Autos und zwei Geschütze.
Am Abschnitt des Truppenverbands Mitte musste Kiews Militär einen Verlust von über 380 Soldaten hinnehmen. Drei gepanzerte Kampffahrzeuge, 13 Autos und eine Eloka-Anlage wurden außer Gefecht gesetzt.
Einheiten der Truppenverbände Ost und Dnjepr setzten ihr Vorrücken fort. Im Zuständigkeitsbereich des Letzteren verlor der Gegner bis zu 40 Soldaten. Zudem wurden elf Autos und eine Eloka-Anlage eliminiert.
Russlands Luftabwehr schoss entlang der gesamten Frontlinie 258 Starrflügler-Drohnen ab.
13:44 Uhr
Russland kreist ukrainische Truppen im Gebiet Charkow enger ein
Im Norden des Gebiets Charkow ziehen Russlands Streitkräfte den Ring um die eingekesselten ukrainischen Truppen enger und erweitern den äußeren Perimeter. Dies berichtet das russische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Frontbericht.
Nach Angaben der Behörde werde gegenwärtig das Dorf Malaja Woltschja umkämpft. In der Nähe der Ortschaft Gogino sei zudem der Ausbruchversuch eines ukrainischen Stoßtrupps vereitelt worden. Dabei verlor Kiews Militär bis zu 50 Kämpfer, zwei gepanzerte Kampffahrzeuge aus westlicher Produktion, ein Auto sowie zwei Landdrohnen. Die gesamten ukrainischen Verluste im Kessel beliefen sich seit Beginn des Monats auf über 600 Soldaten, 15 gepanzerte Kampffahrzeuge, neun Autos, 13 Quads und 23 Landdrohnen.
12:56 Uhr
Gebiet Brjansk: Zivilistin bei ukrainischem Drohnenangriff getötet
Eine Zivilistin ist bei einem ukrainischen Drohnenangriff gegen das Gebiet Brjansk ums Leben gekommen. Der amtierende Gouverneur der Region, Jegor Kowaltschuk, berichtet dazu:
"Eine Tragödie im Kreis Pogar. Eine gegnerische Drohne hat die Siedlung Slutschewsk angegriffen. Zum großen Leidwesen verstarb eine Frau an erlittenen Wunden."
Kowaltschuk fügte hinzu, dass ein weiterer Mann in der Siedlung Borschtschowo im gleichen Kreis nach dem Angriff einer Kamikazedrohne Splitterverletzungen erlitten hat und in ein Krankenhaus eingewiesen wurde.
11:56 Uhr
Südkoreanische Dostojewski-Übersetzerin auf ukrainische "Todesliste" gesetzt
Die ukrainische Webseite Mirotworez, die seit dem Maidan-Putsch 2014 Personaldaten von angeblichen "Landesfeinden" veröffentlicht, hat die Angaben der südkoreanischen Übersetzerin Kim Jung-ah publiziert. Der Übersetzerin, die binnen von zehn Jahren Dostojewskijs vier Meisterwerke – "Schuld und Sühne", "Der Idiot", "Die Dämonen" und "Die Brüder Karamasow" – ins Koreanische übersetzt hatte, wird "Unterstützung der Sonderoperation und Verbreitung russischer Propaganda" vorgeworfen. Die "Schuld" von Kim Jung-ah wird dabei wie folgt angegeben:
"Südkoreanische exaltierte Übersetzerin des russischen Schriftstellers Fjodor Michailowitsch Dostojewski, die von Putin mit der Puschkin-Medaille ausgezeichnet wurde."
Die Webseite Mirotworez wurde im August 2014 nach dem vom Westen unterstützten bewaffneten Staatsstreich in Kiew ins Leben gerufen und hat laut eigener Aussage das Ziel, "Feinde der Ukraine" zu identifizieren und zu bestrafen.
Unter den mehr als 180.000 auf der Website aufgeführten Namen befinden sich westliche Journalisten, die aus dem Donbass und von der Krim berichteten, Kinder im Alter von nur drei Jahren sowie der ukrainische Autor und Journalist Oles Busyna, dessen Mord im Jahr 2015 – wenige Tage, nachdem er auf die Liste gesetzt worden war – bis heute nicht aufgeklärt ist.
11:14 Uhr
Neue Rüstungsprojekte zwischen Deutschland und der Ukraine

Die militärische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Ukraine wird weiter ausgebaut. Ein Sonderstab im Verteidigungsministerium koordiniert Waffenhilfe und Kooperationen mit der ukrainischen Rüstungsindustrie, während deutsche Unternehmen wie Rheinmetall und ARX Robotics gemeinsame Produktionsprojekte vorantreiben.
Das gesamte Video dazu finden Sie hier auf unserer Webseite.
10:46 Uhr
Rada-Abgeordneter: Geld für Besoldung von Militärangehörigen fehlt
Der Ukraine fehlt das Geld, um ihre Soldaten zu bezahlen, sagt der Rada-Abgeordnete Wadim Iwtschenko. Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Nowyny Live bezeichnete er die Lage des Staatshaushalts als katastrophal und führte aus:
"Der Ukraine fehlen Mittel, um Militärangehörige selbst in den nächsten zwei Monaten zu bezahlen. Wir haben eine Katastrophe mit dem Haushalt. Und wir brauchen Haushaltsänderungen und Unterstützung der Partner, um zumindest das Loch zu stopfen."
Der Staatshaushalt der Ukraine weist seit Jahren rekordhafte Defizite auf. Am 20. August hatte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij gemeldet, dass allein dem Militärhaushalt rund 27 Milliarden US-Dollar fehlen würden.
09:51 Uhr
Medien: Polen übergibt der Ukraine weitere Patriot-Raketen
Polen wird der Ukraine eine Charge an Luftabwehrraketen für US-produzierte Patriot-Systeme übergeben. Dies berichtet die Zeitung Rzeczpospolita unter Verweis auf polnische Regierungs- und Militärquellen. Die genaue Anzahl der Raketen wird nicht benannt. Dabei implizierte der von der Zeitung befragte Chef der polnischen Luftwaffe, Generalmajor Ireneusz Nowak, dass es sich um eine geringe Menge an Flugkörpern handele.
Zuvor hatte der ukrainische Staatschef Wladimir Selenskij mehrmals über den Mangel an Raketen für Patriot-Systeme geklagt und am 12. September behauptet, dass die Ukraine 100 bis 1.200 Raketen monatlich benötige.
09:17 Uhr
Weitere russische Angriffe gegen ukrainische Militärinfrastruktur
In der vergangenen Nacht haben russische Drohnen weitere Ziele in der Ukraine angegriffen, die im Interesse des ukrainischen Militärs genutzt wurden. Angaben des russischen Verteidigungsministeriums zufolge wurde demnach in Kiew ein Industriebetrieb getroffen, der spezialisierte Fahrzeuge für die ukrainische Armee produzierte. Zudem sei im Hafen von Tschernomorsk im Gebiet Odessa ein Frachtschiff getroffen worden, das militärische Güter transportierte.
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.

